Lascaux Hartgrund, flüssig (Hard resist)

Lascaux Hartgrund, flüssig (Hard resist) ist ideal geeignet für die Anwendung auf Kupfer, Messing, Zink, Stahl und Aluminium. Extrem säurebeständig und haltbar. Erhältlich in verschiedenen Gebindegrößen. Mehr
85 ml | 100 ml: 11,42 €
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Der Lascaux Hartgrund ist ein gebrauchsfertiger Ätzresist zum Grundieren und Abdecken von Kupfer-, Zink- und Stahl-Druckplatten. Der Hartgrund ist äußerst säurefest und bestens geeignet für alle Radierwerkzeuge. Mit dem Pinsel appliziert, entsteht ein weicher, wachsartiger Auftrag. Hergestellt der Basis von Acrylcopolymer.

Lascaux Hartgrund, flüssig (Hard resist) – die Produkt-Eigenschaften im Überblick

  • Erhältlich in verschiedenen Gebindegrößen.
  • Wasserlöslich, gebrauchsfertig und ungiftig.
  • Geeignet zur Anwendung auf Kupfer, Messing, Zink, Stahl und Aluminium.
  • Platten müssen korrekt vorbereitet werden, ob sie neu oder bereits geätzt sind (z.B. Aquatinta oder offene Ätzung).
  • Der Hartgrund ist extrem säurebeständig und haltbar.
  • Kombinierbar mit den anderen Lascaux Gründen und mit photopolymeren Filmen wie z.B. Photec.
  • Erweitert auch die gestalterischen Möglichkeiten bei den additiven Verfahren der Collagraphie.

Lascaux Hartgrund – Verarbeitung

Vorbereiten, Körnen und Entfetten der Platte: Die Plattenkanten werden mit einer Feile abgeschrägt und die Ecken gerundet. Die Kanten und Flächen sollten abgewischt oder gewaschen werden um Schmutz und Metallspäne zu entfernen. Beide Seiten der Platte werden dann fein gekörnt um den Gründen einen Halt zu geben (mit Ausnahme von Stahl, der ein natürliches Korn hat). Auf einer sauberen, nicht porösen Arbeitsunterlage wird mit einem Poliertampon Bimssteinpulver oder Carborundum Nr. 400 mit wenig Wasser in kreisförmigen Bewegungen auf die Oberfläche der Platte gerieben (statt Poliertampon: Haushaltschwamm mit nichtkratzendem Vlies verwenden). Dieses traditionelle Verfahren erzeugt eine sehr fein gekörnte Oberfläche, auf der die Gründe besser haften. Alternativ kann auch im Säurebad kurz angeätzt werden. Die feine Körnung ergibt im Druck einen hellen Plattenton, der aber mittels Polieren nach der Ätzung leicht zu vermeiden ist. Bevor der Grund aufgetragen wird, muss die Platte entfettet werden. Dafür kann ein Produkt für den Siebdruck (Siebentfetter), ein Produkt für das Gewerbe oder ein Haushaltreiniger, verwendet werden. Sollte sich das Wasser auf der Oberfläche noch immer zu Tropfen zusammenziehen, muss der Prozess wiederholt werden. Viele Haushaltreiniger sind stark alkalisch und Rückstände davon können die Säureresistenz der Gründe beeinträchtigen. Mit einer leicht sauren Lösung wie Zitronensaft mit Wasser oder Putzessig lassen sich diese Rückstände entfernen. Die Platte wird mit dieser Lösung für einige Minuten stehen gelassen, danach abgespült und getrocknet. Vorsicht Fingerabdrücke! Vor dem Auftrag der Gründe darf die Platte nicht mehr mit irgendwelchen Fetten in Kontakt kommen. Als erster wird der Rückseitengrund aufgetragen, auch auf die Kanten. Dann folgt der Hartgrund oder andere Gründe für die Zeichnungsseite.

Lascaux Hartgrund – Auftragen

Ziel ist es, eine möglichst gleichmäßige, dünne Schicht Hartgrund aufzutragen. Eine saubere Arbeitsfläche und gutes Licht sind Voraussetzung. Der Rückseitengrund ist appliziert und die Platte abgekühlt. Auf einer Unterlage, z.B. auf einem feuchten Schwamm wird die Platte so positioniert, dass ihre Ränder frei liegen. Aus dem zuvor kräftig geschüttelten Behälter (zur Verteilung der Wachspartikel) wird die benötigte Menge Hartgrund in eine saubere Schale oder auf eine Glaspalette gegossen. Die Wahl des Pinsels ist ausschlaggebend: gröbere Haare oder Borsten hinterlassen eine Struktur, die sich beim Eintrocknen nicht ausebnen kann. Ein guter, weicher Flachpinsel (Marderhaar oder entsprechend synthetisch) ist ideal; er soll für die Arbeit mit Gründen und Lacken reserviert bleiben. Da der Hartgrund schnell trocknet, darf das Einstreichen nicht länger als ein paar Minuten dauern. Eine geeignete Pinselgröße muss also gewählt werden um zügig arbeiten zu können. Vor dem Auftrag auf die Platte wird der zuvor gereinigte und entfettete Pinsel auf einem sauberen Papier zur Kontrolle abgestrichen. Der Grund wird in methodischen Pinselstrichen dünn und gleichmäßig aufgetragen. Die Streichbewegung wird über die Plattenränder hinaus geführt um Ansammlungen von Hartgrund entlang den Kanten zu vermeiden. Der Pinsel darf nicht zu stark gesättigt sein: überschüssige Flüssigkeit kann am Palettenrand abgestrichen werden. Um 90° gedreht werden kleine Platten noch einmal übergangen, ohne den Pinsel erneut zu füllen. Ist die Schicht dünn genug, ebnet sich der Grund selbständig aus. Um sich mit dem Auftragen der Gründe und Lacke vertraut zu machen, kann mit einer Reihe von kleinen Testplatten und verschiedenen Pinseltypen experimentiert werden.

Lascaux Hartgrund – Trocknung

Nach etwa 10 Minuten ist der Grund staubtrocken und einsatzbereit. Vor dem Ätzen sollte der Grund eine Stunde bei Raumtemperatur durchtrocknen oder allenfalls kürzer mit Hilfe von Föhn oder Trockenschrank mit Warmluftgerät.

Lascaux Hartgrund – Einfärben

Nach vollständiger Trocknung kann der Hartgrund mit Lascaux Black oder White coating eingefärbt werden. Dies erleichtert das Erkennen der radierten Stellen. Mit Bleistift oder Graphitpapier kann auf der weißen Schicht eine Vorzeichnung erstellt werden. Ist ein wasserfester Überzug erwünscht, wird Sirius Acrylfarbe, Ultramarinblau, verwendet, der einige Tropfen Lascaux Hard Resist zugefügt wurden.

Zeichnen im Lascaux Hartgrund

Mit den üblichen Radierwerkzeugen wie Nadeln, Schabern, Rouletten oder Stahlwolle kann in den transparenten oder in den eingefärbten Grund gezeichnet werden. Der Grund hat eine weiche, wachsartige Konsistenz, die glatte, saubere Linien ermöglicht. Die entfernten Partikel des Grundes schmieren nicht und können einfach weggewischt werden. Das freigelegte Metall zeichnet sich klar ab, wenn ein Decklack aufgetragen wurde.

Lascaux Hartgrund - Entfernen der Decklacke und Korrekturen

Wenn die Zeichnung fertig ist, müssen die farbigen Decklacke vor dem Ätzen mit Wasser abgewaschen werden; der Hartgrund und die Zeichnung werden dabei nicht beeinträchtigt. Mit Abdeckgrund, der sich fest mit dem Hartgrund verbindet, können jetzt Korrekturen vorgenommen werden.

Malerische Techniken im Lascaux Hartgrund

Breite offene Pinselzeichnungen (bis auf das Metall) können mit Lascaux Remover auf den ungedeckten, trockenen Hartgrund gemalt werden. Nach etwa 10 Minuten wird der Remover ohne ihn zu verschmieren mit einem weichen Tuch sorgfältig abgetupft. Mit einem Pinsel wird der aufgeweichte Grund vorsichtig angelöst und entfernt. An den gemalten Stellen liegt das Metall nun offen. Die Platte muss wieder entfettet und gewaschen werden, bevor Aquatinta spray resist oder ein anderer Grund aufgetragen werden kann.

Lascaux Hartgrund - Ätzen

Die Platte wird mit den üblichen Säuren (mit den entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen) geätzt, wie z.B. Eisenchlorid für Kupfer und Messing oder Kupfersulfat für Zink, Stahl und Aluminium. Die Platten sollten kurz angeätzt werden (für ein paar Minuten, je nach Konzentration der Ätzlösung) um die zeichnenden Stellen kontrollieren zu können. Partien, die ätzen sollten, aber immer noch hell und glänzend aussehen, müssen allenfalls nachgezeichnet werden. Sollte die Ursache nur eine Verschmutzung sein, z.B. ein Fingerabdruck, genügt es, solche Stellen mit Abwaschmittel zu entfetten. Wenn beim Anätzen keine Probleme auftreten, kann der normale Ätzprozess beginnen. Sollen andere Gründe aufgetragen oder die Zeichnung weiterbearbeitet werden, muss die Platte abgespült, mit einer Lösung von Essig und Salz entoxidiert, nochmals abgespült und getrocknet werden. Nachdem die Zeichnung fertiggestellt ist, wird zur Kontrolle erneut angeätzt. Auch tiefe Ätzungen sind ohne Probleme durchführbar, da auch dünnste Schichten der Gründe sehr säureresistent und somit extrem verlässlich sind. Ungewollte Ätzungen kommen kaum vor. Nach dem Ätzen müssen die Platten abgespült und entoxidiert werden, bevor die Gründe zum Probedrucken entfernt werden.

Lascaux Hartgrund – Ablösen

Die Gründe sind wasserlöslich und werden vor dem Eintrocknen mit warmem Seifenwasser von Pinseln, Werkzeugen, Paletten, Platten und Arbeitsflächen entfernt. Trockener Grund wird mit Lascaux Remover abgelöst. Die Platte wird für 10-15 Minuten in ein mit Remover gefülltes Becken getaucht. Dann ist der Grund aufgeweicht und kann wie eine Haut von der Plattenoberfläche abgezogen werden. Reststücke werden sofort, bevor sie wieder eintrocknen, mit einer Bürste oder einem Haushaltschwamm mit nicht kratzendem Vlies abgeschrubbt (Handschuhe tragen). Die Platte wird dann mit warmem Wasser abgespült und auf Rückstände geprüft. Der Prozess kann wiederholt werden, bis die Platte sauber ist. Wenn erneut Ätzgrunde aufgetragen werden sollen, muss die Platte wieder entfettet werden. Eingetrocknete Gründe auf Paletten können direkt weggeschält werden oder nach Einlegen in heißem Wasser. Pinsel mit eingetrockneten Resten werden im Remover eingeweicht, mit Seifenwasser gewaschen und gründlich gespült.

Weiterbearbeiten der Platte

Vor dem Probedruck kann die Oberfläche der Platte mit feinem, feuchtem Sand leicht angeschliffen oder poliert werden um den Kontrast und die Schärfe zu erhöhen. Die Platte kann auch mit anderen subtraktiven oder additiven Methoden weiterbearbeitet werden.

Zusätzliche Information zum Lascaux Hartgrund

Dieses Produkt wurde entwickelt in Zusammenarbeit mit den Druckern Robert Adam und Carol Robertson, die seit 1990 umweltfreundliche und gesundheitsschonende Methoden für die Druckgraphik erforscht und gelehrt haben.

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